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Welche durchschnittliche Dicke hat die Isolierschicht in einer Eistruhe?

Wer einen Eiscremeladen oder einen Kiosk betreibt, kennt wahrscheinlich dieses rätselhafte Problem: Zwei auf -18 °C eingestellte Eismaschinen verbrauchen vielleicht 5 kWh Strom am Tag, während eine dritte 10 kWh benötigt. Frisch eingefülltes Eis behält in manchen Maschinen seine cremige Konsistenz, während es in anderen ständig vereist und hart wird. Tatsächlich ist die Dicke der Isolierschicht ausschlaggebend für dieses Ergebnis.

ice cream freezer

Viele gehen davon aus, dass „dickere Isolierung immer besser ist“, aber Branchenkenner wissen, dass eine ungeeignete Dicke entweder Energie und Geld verschwendet oder Stauraum kostet.

I. Gängige Dämmstoffdicken von 50-100 mm, angepasst an spezifische Anwendungsfälle

Sie müssen nicht lange suchen – die empfohlene Kernisolierungsdicke für Eiscremevitrinen liegt üblicherweise zwischen 50 und 100 mm. Dies ist jedoch kein fester Wert. Unterschiedliche Einsatzszenarien und Temperaturanforderungen erfordern völlig andere Dicken.

Modell-/Anwendungsszenario

Zieltemperaturbereich

Empfohlene Isolierstärke

Hauptgrund

Kleine Eiscreme-Gefrierschränke für den Hausgebrauch (Mini, stehend/horizontal)

-12 °C bis -18 °C

50-70 mm

Bei seltener Nutzung im Haushalt ist eine minimale Isolierstärke erforderlich; das Speichervolumen muss mit den grundlegenden Anforderungen an die Temperaturerhaltung in Einklang gebracht werden.

Standard-Vitrinen für den gewerblichen Bereich (Stehvitrinen für Convenience-Stores/Konditoreien)

-18℃~-22℃

70-90 mm

Häufiges Öffnen der Tür (Dutzende Male täglich) erfordert ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Temperaturerhaltung und Ausstellungsfläche, um einen schnellen Kälteverlust zu verhindern.

Gewerbliche Einheiten im Freien/bei hohen Temperaturen (Nachtmärkte/Freiluftstände)

-18 °C bis -25 °C

90-100 mm

Erhebliche Schwankungen der Umgebungstemperatur (z. B. im Sommer draußen über 35 °C, im Schrankinneren -20 °C). Eine dicke Isolierung reduziert den Energieverbrauch und verhindert Kondensation im Schrank.

Ultratiefkühlschränke (Großmärkte/Eiscreme-Großhandel)

Unter -25 °C

100-150 mm

Für die Lagerung in Industriequalität sind extrem niedrige Temperaturen bei gleichzeitig kompromissloser Temperaturerhaltung erforderlich; üblicherweise wird eine Isolierung aus hochdichtem PU-Schaum verwendet, und eine unzureichende Dicke kann zum Verderben von Eiscreme führen.

Wichtiger Hinweis: Für die Lagerung von Eiscreme gelten strengere Isolierungsstandards. Wie viele Kühlhausexperten auf Plattformen wie Douyin berichten, benötigt Eiscreme bei -22 °C bis -25 °C mindestens 15 cm dicke Isolierschichten für optimale Energieeffizienz. Während diese Dicke bei Kühlvitrinen nicht erforderlich ist, sollte die Isolierung bei Modellen für extrem niedrige Temperaturen niemals unter 100 mm liegen.

II. Diese 4 Faktoren sind entscheidend für die Wirksamkeit der Wärmedämmung.

Viele Unternehmen konzentrieren sich beim Kauf ausschließlich auf die Dicke und vernachlässigen dabei wichtigere Faktoren. Die Wärmespeicherfähigkeit eines Paneels hängt tatsächlich von der Kombination aus Dicke, Material, Herstellungsverfahren und Struktur ab – eine bloße Erhöhung der Dicke ist nicht immer zielführend.

1. Größere Temperaturunterschiede erfordern dickere Paneele

Die Hauptfunktion der Isolierung besteht darin, den Wärmeaustausch zwischen Innen und Außen zu verhindern. Je größer der Temperaturunterschied, desto größer die Dämmstärke. Beispielsweise benötigt eine Eisvitrine für -18 °C in einer 25 °C warmen Innenumgebung eine Dämmstärke von 70 mm. Steht sie hingegen in einem 38 °C warmen Außenstand, muss die Dämmstärke auf über 90 mm erhöht werden, um die gleiche Temperatur zu halten. Das ist vergleichbar mit dem Tragen einer Daunenjacke im Winter: In nördlichen Regionen mit -20 °C ist eine dickere Jacke nötig, während in südlichen Gebieten mit 5 °C eine dünnere ausreicht.

2. Gängiger PU-Schaum: Dichte ist wichtiger als Dicke

Fast alle Eiscreme-Wannen sind mit Polyurethan-Hartschaum (PU-Hartschaum) isoliert. Dieses Material zeichnet sich durch einen geschlossenen Zellanteil von bis zu 95 % und eine Wärmeleitfähigkeit von nur 0,018–0,024 W/(m·K) aus und ist damit ein Allround-Dämmstoff. Wichtig: Die Dichte von PU-Hartschaum muss mindestens 40 kg/m³ betragen; andernfalls beeinträchtigen innere Hohlräume selbst bei ausreichender Dicke die Dämmwirkung. Einige Hersteller sparen Kosten, indem sie Wabenschaum anstelle von Vollschaum verwenden, wodurch die Dämmleistung um 30 % sinkt. Selbst bei einer angegebenen Dicke von 80 mm erreicht die tatsächliche Dämmwirkung nicht die von 50 mm hochwertigem PU-Hartschaum.

3. Dickere Isolierung für häufiges Öffnen der Tür

Eiscremevitrinen in Convenience-Stores, die täglich dutzende Male von Kunden geöffnet werden, verlieren schnell Kälte und benötigen daher eine 20 mm dickere Isolierung als Haushaltsgeräte. Modelle für den Außenbereich sind nicht nur größeren Temperaturschwankungen, sondern auch direkter Sonneneinstrahlung und Witterungseinflüssen ausgesetzt, was eine zusätzliche Isolierstärke von 10–20 mm erforderlich macht. Haushaltsgeräte hingegen, die selten geöffnet werden, benötigen lediglich 50 mm hochwertige Isolierung. Eine zu große Isolierstärke beansprucht unnötigerweise wertvollen Stauraum.

4. Die Vermeidung von „Wärmebrückeneffekten“ ist der Verdickung überlegen.

Manche Eiscreme-Vitrine hält die Kälte trotz ausreichender Wandstärke aufgrund von Wärmebrücken nicht ausreichend. Beispielsweise wirken schlecht konstruierte Metallhalterungen oder Türdichtungen wie „Löcher in einem Isolieranzug“ und lassen Wärme direkt entweichen. Dies erklärt, warum einige Hersteller die Metallverbindungen zusätzlich isolieren – selbst mit einer insgesamt etwas dünneren Isolierung ist ihre Kühlleistung besser als die von schlecht isolierten, dickeren Produkten.

III. Die Wahl der richtigen Dicke kann jährlich erhebliche Stromkosten einsparen.

Die Dicke der Isolierung hat direkten Einfluss auf die Stromrechnung. Eine einfache Formel zur Wärmeübertragung erklärt den Grund: Die Wärmeübertragungsrate ist umgekehrt proportional zur Dicke. Eine größere Dicke erschwert das Eindringen von Wärme, wodurch die Kühlleistung seltener benötigt wird und der Energieverbrauch sinkt.

Betrachten wir folgendes Beispiel aus der Praxis: Die Eiscreme-Theke eines Supermarkts mit 70 mm Isolierung verbrauchte täglich 8 kWh. Nach dem Austausch gegen eine 90 mm dicke Theke desselben Modells sank der tägliche Verbrauch auf 5,5 kWh. Bei einem Strompreis von 1,2 Yuan/kWh beläuft sich die jährliche Einsparung auf (8-5,5) × 365 × 1,2 = 1.095 Yuan. Allerdings ist zu beachten, dass die Energieeinsparungen ab einer Dicke von 100 mm nur noch geringfügig abnehmen. Beispielsweise spart eine 120 mm dicke Theke im Vergleich zu einem 100 mm dicken Modell nur zusätzlich 0,3 kWh pro Tag, reduziert aber gleichzeitig die Lagerkapazität um 15 % – was kontraproduktiv ist.

IV. Drei Tipps, um „vorgetäuschte Dicke“ und „mangelhafte Verarbeitung“ zu vermeiden

Auch in der Branche gibt es Tricks, wie die Angabe einer Dicke von 80 mm bei tatsächlicher Lieferung von nur 60 mm oder die Erfüllung von Dickenstandards durch minderwertige Schäumungstechniken. Hier sind drei einfache Prüfungen, um diese Probleme ohne Spezialwerkzeuge zu erkennen:

1. Wiegen Sie es: Bei gleicher Kapazität sind schwerere Geräte zuverlässiger.

Hochwertiger PU-Schaum hat eine höhere Dichte und ist daher naturgemäß schwerer. Beispielsweise wiegen zwei 153-Liter-Eiscremevitrinen: Ein Premiummodell etwa 62 Jin (ca. 14,3 kg), während ein minderwertiges Modell nur etwa 48 Jin (ca. 11,3 kg) wiegt. Dieses geringere Gewicht deutet wahrscheinlich auf eine unzureichende Schaumdichte oder eine geringere Dicke hin.

2. Überprüfen Sie den Spalt zwischen Dichtung und Gehäusekorpus.

Dichtungsstreifen sind für die Isolierung unerlässlich. Sie sollten sich beim Drücken federnd anfühlen und beim Schließen des Schranks eine dichte, lückenlose Abdichtung bilden. Dellen oder Ausbeulungen an den Schrankecken deuten auf eine ungleichmäßige Schaumstoffverteilung hin und können auf Lücken in der Isolierschicht hinweisen.

3. Oberflächentemperatur prüfen: Nach 2 Stunden Betrieb sollte die Gehäuseoberfläche weder Kondenswasser noch übermäßige Hitze aufweisen.

Berühren Sie nach zwei Stunden Betrieb die Außenseite des Gehäuses. Bildet sich Kondenswasser oder fühlt es sich spürbar heiß an, deutet dies auf mangelhafte Isolierung hin – entweder aufgrund unzureichender Dicke oder Material- bzw. Herstellungsfehlern. Unter normalen Bedingungen sollte die Oberflächentemperatur des Gehäuses nahe der Umgebungstemperatur liegen und sich nur leicht kühl anfühlen.

V. Überprüfen Sie diese Standards, um minderwertige Produkte zu vermeiden

Zulässige Eiscreme-Vitrinen müssen den entsprechenden Normen entsprechen, wie beispielsweise GB 4706.1 „Sicherheit von elektrischen Haushaltsgeräten und ähnlichen Geräten“ und T/CAR 12—2022 „Klassifizierung, Anforderungen und Testbedingungen für Eiscreme-Gefriergeräte“.

Diese Normen schreiben zwar keine spezifischen Schichtdicken vor, stellen aber klare Anforderungen an die Wärmedämmleistung. So muss beispielsweise der Wärmedurchgangskoeffizient (K-Wert) ausreichend niedrig sein, um gleichmäßige Innentemperaturen und die Einhaltung der Energieeffizienzstandards zu gewährleisten.

Bitten Sie beim Kauf den Verkäufer um Prüfberichte. Achten Sie besonders auf den Wärmedurchgangskoeffizienten und die Schaumstoffdichte der Dämmschicht. Entsprechen diese beiden Werte den Normen und berücksichtigen Sie die zuvor genannten Dickenbereiche, lassen sich viele Probleme vermeiden.

Wichtigste Erkenntnis:Bei der Wahl der Isolierstärke für Eiscremevitrinen sollte man nicht blindlings vorgehen. Für den privaten Gebrauch empfiehlt sich eine Stärke von 50–70 mm, für gewerbliche Innenräume 70–90 mm und für den Außenbereich bzw. Anwendungen bei extrem niedrigen Temperaturen 90–150 mm. Die Dichte des PU-Schaums und das Herstellungsverfahren sollten Priorität haben, und die Stärke kann je nach Nutzungsszenario angepasst werden. So wird eine effektive Isolierung gewährleistet, ohne Platz oder Energiekosten zu verschwenden.


Veröffentlichungsdatum: 31.12.2025 Aufrufe: